Rebel Whopper von Burger King – vegan oder nicht?

Veganes Kartenspiel

Das erste Kartenspiel für alle VeganerInnen und ihre nicht-veganen Freunde :-)
Mit Spiel & Spaß klärt unser Kartenspiel über die beliebtesten Vorurteile auf. "Aber ein Löwe frißt auch Fleisch!" oder "Ich habe mich nicht an die Spitze der Nahrungskette gekämpft um dann Salat zu essen!" Wer kennt sie nicht, diese ach so kreativen Sprüche von Fleischessern. Auf freundliche Art wird erklärt, wieso die meisten davon Quatsch sind. Spielspaß für die vegane Party inbegriffen. Jetzt für nur 7,40 € in unserem Shop. und unsere Seite unterstützt du damit auch noch.

Nachdem McDonald’s im April 2019 den Big Vegan TS einführte, zieht Burger King nun mit dem fleischlosen Rebel Whopper nach. Der mit „100% Whopper, 0% Beef“ beworbene Burger ist seit Ende letzten Jahres in mehr als 2500 Filialen in 25 europäischen Ländern erhältlich. Das Patty liefert das aus den Niederlanden stammende Unternehmen The Vegetarian Butcher, welches kürzlich von Unilever aufgekauft wurde.

Burger Kings Rebel Whopper: Wirklich ganz ohne Fleisch?


Was auffällig ist: Das Werbeversprechen „100% Whopper, 0% Beef“ trägt nach dem „Beef“ ein kleines, unscheinbares Sternchen (*). Was hat es damit auf sich? Ganz unten auf der Burger-King-Webseite findet sich in grauer Schrift im Kleingedruckten:
Vegan bei Burger King
„* Bezogen auf den Rohzustand. Durch die Art der Zubereitung (auf offener Flamme gegrillt) kann es zu einer Kreuzkontamination mit Rinderfett kommen.“

Möglicherweise möchte sich Burger King Deutschland so vor dem absichern, was seinem Bruder-Konzern in den USA passierte. Dort hat ein Kunde den Fast-Food-Riesen in Florida verklagt, da dieser das von den Zutaten her vegane Patty des Impossible Whoppers auf demselben Rost grillt wie die Pattys aus Fleisch. In seiner Klage vertritt der Konsument die Auffassung, dass Burger King dies deutlicher hätte kommunizieren müssen.

Und er scheint damit zumindest schon einmal einen kleinen Erfolg zu haben. Schließlich lautet nun das Sternchen desselben Versprechens („100% Whopper, 0% Beef“) auf der US-amerikanischen Webseite: “*For guests looking for a meat-free option, a non-broiler method of preparation is available upon request.” Auf Deutsch also:

„*Für Gäste, die eine fleischfreie Option wünschen, ist auf Anfrage eine Zubereitungsmethode ohne Bratrost erhältlich.“

Das Unternehmen Impossible Foods, von dem das Whopper-Patty in Amerika stammt, erklärt in einem Interview: „Für Menschen, die streng vegan sind, gibt es eine Mikrowellen-Option, die sie gerne in jeder Filiale anfordern können.“ Nun wird vor Gericht geklärt, ob der oben genannte Hinweis auf der Webseite von Burger King für die Kunden ausreichend ist.

Was bedeutet das nun für Burger King in Deutschland?


Unklar bleibt aber, ob die im Interview angesprochene Option der Erwärmung in der Mikrowelle auch bei uns in Deutschland verfügbar ist. Hierzulande wird normalerweise das Patty des Rebel Whoppers nämlich ebenso auf denselben Grills zubereitet wie die Fleisch-Pattys. Definitiv kein Kaufargument also für die Menschen, die sich vor tierischem Fleisch ekeln (uns eingeschlossen).

Ist Burger Kings Rebel Whopper jetzt also vegan oder nicht?


Angenommen, es gibt die Mikrowellen-Wahlmöglichkeit auch in Deutschland oder aber es stört einen nicht, dass neben dem Patty des The Vegetarian Butcher auch Pattys aus Fleisch brutzeln. Ist der Rebel Whopper denn sonst vegan? Die Allergene des Burgers lesen sich wie folgt:
  • Soja (Plant-based Patty)
  • Gluten (Plant-based Patty, Seeded Bun)
  • Ei (Salat Mayonnaise)
  • Sellerie (Salat Mayonnaise, Ketchup)
  • Senf (Salat Mayonnaise)
  • Sesam (Seeded Bun)
  • Kann Spuren enthalten (nach Angaben unserer Lieferanten): Milch

Ähm, bitte was? Mayonnaise mit Ei, Burger King echt jetzt? Da kreiert die Burger-Kette einen „neuen pflanzlichen Super-Whopper“ und lässt den Marketing-Direktor Klaus Schmäling erklären: „Wir beobachten aktuelle Trends und sich verändernde Essgewohnheiten“ und dann scheitert sie ernsthaft daran, eine ebenso pflanzliche Soße drauf zu packen? Und entscheidet sich dann noch schlechter als McDonald’s, die als Soße auf ihrem Big Vegan TS super kreativ Ketchup wählten, und nimmt einfach eine nicht-vegane Mayo?

Sorry, aber meiner Meinung nach klingt das nicht gerade nach einem Whopper für Rebellen. Eine vegane Mayonnaise herzustellen ist nun auch wirklich kein Hexenwerk. Burger King hätte sich lieber ein Beispiel am Konkurrenten Subway nehmen sollen, welcher mit Einführung des Spicy Vegan Pattys (https://www.veganfreundlich.org/vegan-bei-subway) seine Garlic Aioli kurzerhand komplett durch eine vegane Version ersetzte.

Fazit und weitere Infos


Wenn man nun also die nicht-vegane Mayonnaise abbestellt, ist der Rebel Whopper von Burger King tatsächlich vegan. Allerdings bleibt da als Soße dann nur noch Ketchup. Neben dem Patty auf Sojabasis findet man in dem Sesam-Brötchen des Burger noch Tomaten, Salat, Zwiebeln und Gurkenscheiben. Der Rebel Whopper kostet genauso viel wie der klassische Whopper, ist als Menü verfügbar und fest ins Sortiment aufgenommen.

Vegane Gerichte bei Burger King

Ob man Burger King und Unilever unterstützen möchte, ist natürlich nach wie vor jeder und jedem selbst überlassen. Dass vegane Optionen von nicht unterstützenswerten Konzernen dennoch einen positiven Einfluss haben können, haben wir bereits in unserem Artikel über den Big Vegan TS von McDonald’s erläutert.

Auch wenn die Mayonaise nicht vegan ist, so bekommt man bei Burger King dennoch vegane Saucen. Vegan sind hier die Barbeque Sauce, die Milde Currysauce und der Ketchup vegan. Außerdem könnt ihr Pommes Frites, Onion Rings, Salad Delight mit Balsamico Dressing sowie die Apple Fries bestellen.

Vegane Produkte bei Burger King sind also:
  • Pommes Frites
  • Onion Rings
  • Salad Delight mit Balsamico Dressing
  • Ketchup
  • Barbecue Sauce
  • Mild Curry Sauce
  • Apple Fries


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